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Diese Rasse, welche
schon mehr als 2000 Jahre existiert, wurde seit Beginn ihrer Entwicklung nur von
armen Leuten gehalten. Meistens waren es Fischer und Bauern.
Der Shar-Pei wurde
damals in erster Linie als Wachhund gehalten. Viele Hunde wurden auch zur Jagd
auf Kleinwild und Ratten eingesetzt. Daher besitzt diese Rasse auch einen
gewissen Jagdtrieb.
Der Shar-Pei wurde
nie für Hundekaempfe gezüchtet. Daher besitzt er die Bezeichnung „chinesischer
Kampfhund“ zu Unrecht.
Ende des 18.
Jahrhunderts besetzten die Englaender China. Sie brachten ihre Hunde wie den
Bullterrier, die Bulldogge und den Mastiff mit, um ihre Staerke zu demonstrieren.
Sie wollten beweisen, dass nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Hunde tapfer
und furchtlos waren. Mit ihrer Vorliebe zum Hundekampf provozierten sie die
Chinesen. Da in China keine groesseren Hunderassen existierten um sich mit den
Hunden der Englaender messen zu können, blieb einzig der Shar-Pei als moeglicher
Gegner uebrig. Erst nach laengerer Zeit lernten die Chinesen die brutalen
Hundekampfszenen richtig kennen.
Obwohl der Shar-Pei
ein etwas dominantes Wesen hat, ist er nicht für Hundekaempfe geeignet. Die
Chinesen hatten ihn nie gezielt dafuer gezüchtet. In erste Linie wollte man einen
vielseitigen Hund zuechten, den man für alles einsetzen kann.
Die Welpen besitzen im Gegensatz zu Welpen anderer Rassen mehr überfluessiges
Fell. Die Falten bilden sich zwischen der 2. und 16. Woche und der Hund waechst
in sein Fell hinein. Die Falten sollten eng anliegend und nie uebertrieben sein,
sodass ein ausgewachsener
Shar-Pei nur noch auf der Stirn und am Widerrist
einige Falten aufweisen sollte. Schliesslich wurde der Shar-Pei als vielseitiger
Arbeitshund gezuechtet, der agil sein soll, und nicht durch übermaessige Falten
behindert wird.
Der Name „Shar-Pei“
wird irrtuemlich mit „Faltenhund“ uebersetzt. „Faltenhund“ ins chinesische
uebersetzt heisst „Tzao-Pei Gao“.
Die richtige
Uebersetzung für den Namen „Sha-Pi Gao“ (Mandarin) oder "Sha-Pei-Gau"(Canton) heisst:
"Haifisch-Haut Hund"
Wir halten fest; in
seinem Ursprungsland wurde der Shar-Pei als Arbeitshund eingesetzt. Bei der
Zucht achtete man besonders auf die Befaltung, eine extreme Faltenbildung hätte
die Hunde bei ihrer Arbeit behindert.
Matgo Law (ein junger Zuechter in Hongkong), trat Anfang der siebziger Jahre an amerikanische
Tierfreunde heran, mit der Bitte die chinesische Hunderasse vor dem Aussterben
zu retten.
Zwar gab es zu jener Zeit, ausser in China und Hongkong, auch in Taiwan den
Shar-Pei, jedoch in geringer Anzahl. Daher war diese Rasse fast gaenzlich
unbekannt. Das Interesse der meisten Menschen richtete sich eher auf niedliche
Hunderassen, wie den Pekingesen, den Mops und den Shih-Tzu. Da der Shar-Pei seit
jeher ein Arbeits- und Hofhund war, hätte damals Niemand erwartet, dass man ihn
spaeter zu einer der edelsten Rassen zaehlen würde.
Matgo Law uebersetzte
„Shar-Pei“ etwas unglücklich mit „sandige Haut“. Eigentlich verdankt der
Shar-Pei diesen Namen seinem Fell. Da sich das kurze und borstige Fell, wie die
Haut eines Haifisches anfuehlt, gab man der Rasse den Namen „Haifischhaut-Hund“.
Was Matgo Law nie
erwaehnte ist, dass es urspruenglich nur den kurzhaarigen Shar-Pei
gab, den man heute als „Horsecoat“
bezeichnet. Der „Brushcoat“ mit dem laengeren Fell wurde erstmals in den
siebziger Jahren gezuechtet. Dazu wurde der reinrassige Shar-Pei mit Mischlingen
verpaart.
Auch gefleckte Mischlinge wurden
verwendet, so dass heutzutage manche gezielt, gefleckte Shar-Pei zuechten, oder
manchmal, unabsichtlich, gefleckte Welpen in Wuerfen vorkommen. Durch die
Kreuzung der Shar-Pei wurde ein voellig neuer Typ gezuechtet.
Matgo Law berichtete,
er sei mehrmals vergeblich nach China gereiste, um Hunde zu suchen. Er suchte
in Da-Let (Provinz Guangdong), wo die Rasse ihren Ursprung hat. Nach mehreren
Jahrzehnten gab es den Shar-Pei natuerlich nicht nur in Da-Let, die Provinz
Guandong ist einerseits sehr gross und andererseits ist zu bedenken, dass die
Menschen damals Ihre Haustiere versteckten, da ihnen die Haustierhaltung durch
das kommunistische Regime gaenzlich untersagt war.
Kein Wunder also,
dass Matgo Law damals in China keinen Shar-Pei finden konnte.
Die Chinesen sind
Matgo Law einerseits dankbar dafuer, dass er diese Rasse weltweit bekannt machte,
verzeihen ihm jedoch andererseits nie, dass er den „Brushcoat“ hervorzuechtete
und den urspruenglichen Typ nicht festigte.
Hinzu kommt, dass
tragischerweise der englische Standard 1999 von der FCI anerkannt wurde. Obwohl
der Shar-Pei ein chinesischer Hund ist und daher der chinesische Standard
zugrunde liegen muesste.
Zu hoffen bleibt, dass der
derzeit gueltige Standard dem Shar-Pei eine lange, gesunde Zukunft beschert.
Clubs und Zuechter
sollten nicht zu Stur nach dem derzeit gueltigen Standard zuechten, da dieser vom
alten Standard der FCI abweicht. Der aktuelle Standard laesst sogar Fehler zu,
die jeder, vernuenftige, serioese Zuechter nie in seine Zucht nehmen wuerde. Leider
sieht das nicht jeder so, sodass einige Zuechter Hunde mit schweren Fehlern in
der Zucht haben.
An dieser Stelle sei
noch erwaehnt, dass der „traditionelle“ Shar-Pei ausschliesslich in drei Farben,
„schwarz“, „gold“ (auch; rot oder fawn genannt) und „creme“ vorkommt. Die Farben
„dilute“, „blau“ und „braun“ usw., die es heutzutage gibt, entstanden erst in
den achtziger Jahren, durch die Amerikaner.
Bis heute wird
behauptet, dass der Chow-Chow mit dem Shar-Pei verwandt sei, dies gilt jedoch
höchstens für den heutigen Shar- Pei, der über Matgo Law durch die Amerikaner
gezuechtet wurde.
Der traditionelle,
urspruengliche Shar-Pei zaehlt den Thailand-Ridgeback zu einer seiner Vorfahren.
Jason Wong
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